Drückende Snowboardschuhe können den besten Powder-Tag ruinieren. Dabei lässt sich das bereits mit der richtigen Technik beim Anziehen vermeiden. Viele Probleme entstehen nicht durch unpassende Schuhe, sondern durch falsches Schnüren oder eine ungünstige Fußposition beim Einsteigen. Aber mit dem notwendigen Know-How und ein bisschen Übung sitzt der Boot von der ersten Abfahrt bis zur letzten perfekt.
Denn Snowboardschuhe richtig anziehen bedeutet: die passende Vorbereitung, korrektes Schnüren von Innen- und Außenschuh und das Wissen, worauf es bei Passform und Schnürsystem ankommt. Schuhgröße, Socken und Verschlusssystem spielen ebenso dabei eine wesentliche Rolle. Die Experten INTERSPORT Rent und Salomon haben hier praxisnahe Tipps für dich zusammengefasst.
Wie du deine Snowboardschuhe richtig anziehst, hängt maßgeblich vom Schnürsystem deiner Boots ab. Aber egal ob BOA, Speed-Lacing oder klassische Schnürung – die folgenden Grundschritte gelten für alle Systeme und sorgen dafür, dass dein Boot den ganzen Tag perfekt sitzt:
INTERSPORT Rent-Tipp: Ein perfekt sitzender Boot bringt nur dann sein volles Potenzial, wenn auch die Bindung stimmt. Alles dazu findest du in unserem Artikel über das richtige Einstellen der Snowboardbindung.
Doch selbst der perfekt geschnürte Boot entfaltet sein volles Potenzial erst, wenn auch die Fußstellung auf dem Board stimmt. Eine korrekte Fußstellung hilft nicht nur beim sicheren Fahren, sondern kann auch Druckstellen in den Snowboardboots reduzieren. Sie wird maßgeblich von der Positionierung der Bindung beeinflusst, wobei die folgenden Aspekte zu berücksichtigen sind:
Als Anfänger hat sich ein neutraler Stance mit einer schulterbreiten Fußstellung durchgesetzt. Darüber hinaus helfen dir die vorab aufgezählten Faktoren dabei, dein Board weiter zu individualisieren, um die Fahreigenschaften deines Boards zu verändern. Welche Einstellungen für dich und dein Board am besten passen, klären die Wintersportexperten bei INTERSPORT Rent gerne mit dir vor Ort.
Wie eng müssen Snowboardschuhe eigentlich sein? Wenn du dir zum Snowboard und den Bindungen ein neues Paar Boots kaufst, sollten sie eher fest sitzen (aber nicht so, dass sie Schmerzen verursachen). Der Grund dafür: Die meisten Modelle geben am Anfang etwas nach. Entscheidest du dich also für Schuhe, die zu Beginn eher locker sitzen, sind sie dir nach den ersten Fahrten womöglich zu groß.
Für einen guten Sitz sollten deine Zehen leicht die Spitze des Innenschuhs berühren, du solltest sie aber noch frei bewegen können.
Wenn du in die Knie gehst, sollte deine Ferse außerdem nicht im Schuh rutschen. Ist das bei dir oft der Fall, könnte ein Boot mit Fersengurt die Lösung sein. Dieser verhindert das Anheben der Ferse im Schuh.
Unser Tipp: Der sicherste Weg zum perfekten Sitz sind maßgenaue Snowboardschuhe. Lass dafür einfach im Shop in deiner Nähe deinen Fuß vermessen und deine Boots genau an deine Fußform anpassen!
Beim Kauf von Snowboard Boots kannst du meist zwischen drei verschiedenen Schnürungen wählen. Jede davon hat ihre Vor- und Nachteile. Deine Wahl hängt letztlich davon ab, wie viel Komfort, Präzision und Schnelligkeit dir beim Anziehen wichtig sind.
Traditionelle Schnürung oder „Standard Lacing“
Die klassische Variante unter den Verschlusssystemen: Mit der traditionellen Schnürung kannst du jeden Bereich des Schuhs individuell anpassen und den Druck gezielt regulieren. Ein Vorteil, den die moderneren Systeme so nicht bieten.
Schnellschnür- oder auch Speed-Lacing-Systeme (z. B. DIALOGUE Boots von Salomon)
Schnell, bequem und auch mit Handschuhen problemlos zu bedienen: Speed-Lacing-Systeme sind besonders bei Fahrern beliebt, die zwischen den Runs keine Zeit verlieren wollen. Ein Zug genügt – und der Boot sitzt.
BOA® Lacing (z. B. LAUNCH BOA® SJ BOA® Boots von Salomon)
Das BOA®-System gilt als das präziseste unter den drei Varianten. Per Drehrad lässt sich der Sitz millimetergenau regulieren – gleichmäßig über den gesamten Schuh. Besonders praktisch: Auch auf der Piste kannst du schnell und unkompliziert nachstellen.
Du weißt noch nicht, welches System am besten zu dir passt? Bei INTERSPORT Rent kannst du verschiedene Boots mit unterschiedlichen Schnürsystemen ausleihen und direkt auf der Piste testen – so findest du heraus, was sich für dich am besten anfühlt.
Die richtige Passform ist das A und O bei Snowboardschuhen. Druck- oder andere Problemstellen können die Freude am Wintersport deutlich mindern. Unsere RENTertainer haben sih daher einige Tipps zusammengestellt, die dir bei Druckstellen helfen können:
Ein leichter Überstand bei den Snowboardboots ist ok. Allerdings sollten die Schuhe nicht mehr als 2 cm überstehen. Bei einem größeren Überstand besteht sonst die Gefahr, dass bei Kurven die Boots den Schnee berühren und die Kante nicht mehr greifen kann.
Zu Beginn sollten die Snowboardschuhe relativ fest sitzen. Der Grund dafür ist, dass diese durch die Körperwärme und sobald das Material bewegt wird, weicher werden. Andernfalls kann es passieren, dass du nach ein paar Runs auf der Piste oder im Park merkst, dass die Performance nachlässt. Die Bewegungsimpulse können dann nicht mehr optimal auf das Board übertragen werden.
Je nach Hersteller und Modell stehen dir bei Snowboardschuhen unterschiedliche Verschlusssysteme zur Verfügung. Achte beim Schnüren des Innenschuhs allerdings darauf, dass dein Fuß hinten anliegt und der Schuh mit gleichmäßigem, aber nicht übermäßigen Druck gebunden ist. Der Innenschuh soll dem Fuß komfortablen Halt bieten. Der äußere Verschluss – egal ob BOA, herkömmliche Schnürung oder ein anderer Schnellverschluss – sollte so fest geschnürt werden, wie wenn du dich bereits auf der Piste befinden würdest.
Ähnlich wie bei Sneakern gibt es auch bei Snowboardschuhen Unterschiede hinsichtlich der Passform. Diese können je nach Hersteller und Modell variieren. Um die perfekten Snowboardboots zu finden, kommt man nicht drum herum, sie vor Ort zu testen. Bei INTERSPORT Rent kannst du dir zudem die Boots ausleihen und den ganzen Tag lang testen. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel auch die Option, sie durch Einlagen an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.
Wenn bei Snowboardschuhen die Ferse rutscht, liegt das in der Regel an einer schlechten Schnürung. Überprüfe daher, ob der Innenschuh und die Schnürung ausreichend und vor allem gleichmäßig festgezogen ist. So wird die Ferse in der Regel im Fersenbereich fixiert. Zusätzlich können dünnere Snowboardsocken, ein anderer Materialmix oder spezielle Fersenpads den Halt verbessern. Bleibt das Problem bestehen, kann dies ein Größen- oder ein Problem der generellen Passform sein. In diesem Fall lohnt es sich, die Boots professionell anpassen zu lassen..
Du weißt jetzt zwar, wie du deine Boots richtig anziehst, möchtest aber gerne trotzdem ein neues Schnürsystem ausprobieren? Oder vielleicht bist du auf der Suche nach anderen Bindungen oder einem neuen Snowboard?
Bei INTERSPORT Rent findest du eine große Auswahl an Snowboard-Equipment führender Marken zum Verleih. Unsere RENTertainer vor Ort helfen dir gerne dabei, die Boots optimal an deine Bedürfnisse anzupassen. Außerdem sind unsere Experten genau die Richtigen, wenn du noch Fragen zum Thema Schnürung hast!
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